DER MICHEL und DIE BLUME

von Sainaz Schwenke, Hobbymalerin

Auf Reisen in 2017 entdeckte ich das Skizzieren und Zeichnen der besonderen und auffälligen Fassaden für mich wieder. Seit der Schulzeit auf dem Gymnasium hatte ich mich nicht mehr eingehender mit der Kunst beschäftigt, bis ich eines Tages mit dem Fahrrad an der Schönen Aussicht / Fährhausstraße vorbeifuhr und zufällig die Kunstschule Atelier Sybille Kreynhop für mich entdeckte.

Seit einigen Monaten bin ich nun regelmäßige Teilnehmerin an einem Malkurs dieser Kunstschule und zeichne und male als Anfängerin, um mein Hobby wieder aufzunehmen. Beim Malen bekomme ich im Unterricht viele interessante und tiefsinnige Einblicke in Kunst, Kunsttechniken und Kunsthistorie. Man taucht dabei einfach in eine andere / eigene Welt hinein. Wo sonst im schnelllebigen Alltag erlebt man das?

Technik: Aquarell,Bleistift, Federzeichnung mit wasserfester Tusche

Die Hauptkirche St. Michaelis ist ein Bild, das nicht auf meinen Reisen entstanden ist. Jedoch schaue ich sehr gerne bei gutem Wetter aus dieser Perspektive, die sich in meiner aquarellierten Zeichnung darstellt, hinauf. Das Foto dazu, welches ich als Inspiration nutze, habe ich vor vielen Jahren aufgenommen. Im Kunstunterricht lerne ich nach und nach, wie ich die Form des Himmels und die Form der Architektur zunächst einmal mit einem hellen Rotton grundiere und laviere. Dabei lerne ich, dass lavieren bedeutet, dass das Pigment der Aquarellfarbe mit ganz viel Wasser verdünnt ist, so dass die Lavur entsteht. Anschließend habe ich die Architektur mit Bleistift in den zarten, pastelligen Hintergrund skizziert. Zuerst zeichnete ich die Fenster immer senkrecht untereinander und verlor mich im Detail. Dann erzählte mir die Kursleitung, dass es besser sei, dass Gesamtgebäude im diagonalen Rhythmus zu skizzieren. Das heißt ich zeichnete nicht im Rasterdenken von oben nach unten oder von links nach rechts, sondern ich begann z.B. mit dem Dach links oben, welches in den Himmel ragt, und ging dann zum Boden und zeichnete dort im diagonalen eine Tür. So ging es Schritt für Schritt weiter in dieser Technik und ich merkte sofort, dass es mir viel leichter fällt so die Zeichnung aufzubauen. Mit der traditionellen Federzeichentechnik mit wasserfester Tusche malte ich die Bleistiftlinien rhythmisch so nach, wie ich es in Erinnerung hatte. Das macht sehr viel Spaß!

Technik: Aquarell,Bleistift

Die rote Blume, die ich malte, habe ich nach einem von mir selbst gemachten Foto nachempfunden, das auf einer meiner Reisen in Südeuropa entstanden ist. Bei diesem Bild konnte ich direkt wieder die Maltechnik der Lavur mit Aquarell anwenden. Auch die Zeichentechnik mit Bleistift, die ich bei meiner Architekturzeichnung angewendet hatte, trug Früchte.

Menü