Diese vier Bilder habe ich inspiriert von dem Musiker Conan Gray gemalt, zusammen ergeben sie eine Serie, die die konsum- und erfolgsorientierte “Generation Why” mit ihren Schattenseiten zum Thema hat. Das erste Portrait zeigt Conan in einem Auto sitzend, als wäre er im Vorbeifahren von Paparazzi fotografiert worden. Er wirkt distanziert, fast arrogant, eine Fassade vielleicht, die er als junger Mensch in der Musikindustrie aufrecht hält, um sich zu schützen. Wie Gedankengeister schweben Krähen um seinen Kopf, die “Maskottchen” seines  Albums “Kid Krow”. Die Krähen bringen eine unheimliche, düstere Stimmung mit sich, obwohl sie auch sehr positiv behaftete Tiere sind, denen nachgesagt wird, Boten des Schicksals zu sein und Geheimnisskrämereien durchschauen zu können. So schützen sie Conan vor Intrigen und den falschen Wegen.

Das zweite Portrait zeigt Conan mit einer Krone und allerlei Trophäen in den Armen. Seine Augenpartie ist unkenntlich gemacht, doch er schaut abgewandt vom Betrachter emotionslos in die Ferne. Die Schärpen und Pokalen erwecken den Anschein von größtem Erfolg.  Das perfekte Abbild einer strebsamen und vielversprechenden Schullaufbahn, die sich viele Eltern für ihre Kinder wünschen. Doch die preisgekrönten Leistungen scheinen auf seine Gemütslage keine positive Wirkung gehabt zu haben, im Gegenteil. Nun soll man sich vorstellen, wie Conan von der Last befreit die Arme öffnet und die Trophäen zu Boden fallen lässt. Das metallische Scheppern beim Aufkommen erinnert an wertlose Blechbüchsen, die über den Boden kullern, es erinnert an die Wertlosigkeit des Materiellen und die Sinnlosigkeit von Erfolg, wenn hinter diesem keine Leidenschaft steht.

Deshalb zeigt das dritte Bild eine Müllhalde mit Elektro- und Metallschrott. Man erkennt besonders viele Handys, denn auch diese landen irgendwann auf der Müllhalde, der Erfolg auf Social Media ist kurzlebig, das analoge hat eine unendliche Lebensdauer.

Das letzte Portrait zeigt Conan in derselben Haltung wie auf dem zweiten Bild, doch nun sind seine Arme leer, er ist unbekleidet und sein Gesicht strahlt deutlich vor Glück. Er hat sich von Erfolgsdruck, Materiellem und unehrlicher Unterstützung befreit, denn Glück und Zufriedenheit kommt von Innen.

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