Ein Erlebnisbericht von Caspar (25)

Caspar hatte sich entschlossen, für zwei Wochen in der Kunstschule Atelier Sybille Kreynhop einen Kompaktkurs zu buchen. Sein Wunsch war es in der Kunstschule frei zu zeichnen und dabei Perspektive und Farbaufbauten zu erlernen.

Mein Ziel in diesem Kompaktkurs waren vier Bilder in vierzehn Tagen zu erarbeiten. Mehr Freiheit im malen und zeichnen zu erlangen, zuzüglich zu den technischen Zeichnungen. Und es hat funktioniert!

Caspar beim Komponieren des Bildes.

Vier Bilder parallel zu erstellen war meine Motivation für diesen Kompaktkurs. Obwohl das Zeitfenster relativ begrenzt war, kam ich schnell mit dem Bildaufbau der vier Bilder voran. Die Ruhe der Bilder in jedem Zustand, was durch eine harmonische Gesamtkomposition zustande kam, bringt einen besonders schnell ans Ziel.

 

 

Diagonales Arbeiten ist in diesem Bildaufbau der Schlüssel.

Eine gute Technik die hilfreich ist. Man lernt sich einen Überblick zu verschaffen, den man oftmals vergisst, wenn man sich nur auf ein Bild konzentriert. Sprich man verliert nicht den Faden und behält die Umgebung (Natur) genau wie das Objekt (Haus) im Blick, ohne sich zu verirren.

Ich habe ständig zwischen den vier Bildern gewechselt um mich nicht festzufahren. Diagonales Arbeiten war der Schlüssel. Somit habe ich mich immer wieder von Bild zu Bild bewegt, um dem selben Stil treu zu bleiben. Diesen Prozess zu verinnerlichen war eine Herausforderung für mich, da man sich sehr gerne in ein Bild vertiefen möchte und dann vergisst, sich wieder eine Gesamtperspektive zu verschaffen.

Details Blauton, Gelbton.

Bei dieser Art des Bildaufbaus ist es mir leicht gefallen die Farbe mit ins Spiel zu bringen. Wie die Technik der Aquarellmalerei, die neu für mich war, zum Beispiel zu lavieren. Als ich begann die dunklen Schatten an den Hauswänden farblich zu gestalten, war eine Erkenntnis sensationell für mich: Bis jetzt dachte ich immer, dass Schatten schwarz sind oder grau. Ich lernte in diesem Kompaktkurs, dass es in der Wirklichkeit nie ein reines Schwarz geben kann, weil in der Umgebung immer Lichtbrechungen stattfinden zum Beispiel Rottöne, Gelbtöne, Grüntöne durch Bäume. Um diese Imagination auf meinem Bild zu erzeugen, nahm ich zuerst leuchtende, tiefe Blautöne für die Schatten und

Detaillierte Grüntöne aus der Natur.

schichtetet diese so lange übereinander, bis diese scheinbar schwarz zu sein schienen. Ich wollte die Farbe Schwarz nehmen, aber davon wurde mir glücklicherweise von der Kursleitung abgeraten. Das ist der Zauber der Malerei.

Außerdem hilft es, die Bilderkombination aus der Entfernung zu betrachten. Sich das Bild weiter entfernt hinzustellen, sodass man einen bessern Blick auf alle vier Bilder hat, hilft den gesamten Eindruck zu erleben. Aus der Entfernung erkennt man dann schon besser, wie gut der kompositorische Bildaufbau im Kurs bereits gelungen ist.“

Lehrkonzept Copyright Sybille Kreynhop ©

Menü